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internationale Waren- und Güterverzeichnisse

neben internationalen Wirtschaftszweigsystematiken (die die Struktur der Wirtschaft wiedergeben) wichtige Voraussetzungen für international vergleichbare Statistiken. - 1. Im Zug der steigenden internationalen Verflechtungen auch für nationale Zwecke zunehmende Bedeutung. internationale Waren- und Güterverzeichnisse d. R. werden die nationalen Statistiken für internationale Zwecke auf der Basis solcher Nomenklaturen umgeschlüsselt. Entwicklungsländer, die noch am Aufbau eines nationalen statistischen Systems arbeiten, führen die von den UN für weltweite Anwendung entwickelten Systematiken als nationale Nomenklaturen ein. Die von den EU entwickelten Systematiken verpflichten die Mitgliedstaaten zur Anwendung; sie beruhen teilweise auf Rechtsgrundlagen der EU. - 2. Weltweite Waren- und Güterverzeichnisse: (1) Internationale Systematik aller Waren- und Dienstleistungen nach Herkunftsbereichen (International Standard Classification of all Goods and Services (ICGS)) der UN; (2) Internationales Warenverzeichnis für den Außenhandel (Standard International Trade Classification (SITC)) der UN; (3) Internationale Systematik des letzten Verbrauchs der privaten Haushalte (Classification of household goods and services, SNA) der UN, identisch mit der Systematik der Verwendungszwecke des letzten Verbrauchs der privaten Haushalte der EU. - 3. Regionale Waren- und Güterverzeichnisse: (1) Warenverzeichnis für die Statistik des Außenhandels der Gemeinschaft und des Handels zwischen ihren Mitgliedstaaten (NIMEXE); (2) Gemeinsames Verzeichnis der industriellen Erzeugnisse (NIPRO); (3) Einheitliches Güterverzeichnis für die Verkehrsstatistik der EG; (4) Internationales Güterverzeichnis für die Verkehrsstatistik (CSTE) der ECE (Commodity Classification for Transport Statistics in Europe). - 4. Auf weltweiter Ebene sind gemeinsame Arbeiten der UN, EG und des Rates für Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Zollwesens (RZZ) gegenwärtig im Gang mit dem Ziel, die internationalen Waren- und Güterverzeichnisse zu harmonisieren und gleichzeitig eng mit den internationalen Wirtschaftszweigsystematiken (NACE, ISIC) abzustimmen. Das in Vorbereitung befindliche Harmonisierte System zur Beschreibung und Codierung der Waren (HS) des RZZ, das 1988 weltweit in die internationalen und nationalen Außenhandelsstatistiken eingeführt wurde und die bisherigen in diesem Bereich angewendeten Warenverzeichnisse ersetzt, ist gleichzeitig Grundlage für eine Harmonisierung der internationalen Systematiken durch das Integrierte System von Wirtschaftszweig- und Gütersystematiken (ISCAP, SINAP).

 

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