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Transaktion

I. Theorie der Unternehmung/Wirtschaftstheorie: Nach Williamson findet eine Transaktion dann statt, wenn ein Gut oder eine Dienstleistung über eine technologisch separierbare Schnittstelle transferiert wird. Transaktion laufen in der Realität nicht ohne Reibungsverluste ab, die als Transaktionskosten bezeichnet werden. Im Rahmen der Transaktionskostenökonomik wird die effiziente institutionelle Einbettung von Transaktion unter Berücksichtigung der jeweiligen Transaktionskosten analysiert. Im Gegensatz zu Williamsons Definition versteht Picot unter einer Transaktion den vertraglich vereinbarten Austausch von Verfügungsrechten. Diese Definition ist jedoch sehr eng, da Transaktion auch unfreiwillig erfolgen können (z. B. in Form von Diebstahl).
II. Wirtschaftsinformatik: 1. Begriff im Rahmen der Datenbankorganisation (Datenorganisation IV): Ein Auftrag des Benutzers (d. h. eines Programms oder eines Endbenutzers), der als Ganzes auf Daten eines Datenbanksystems ausgeführt wird, aber aus einer Folge von Teilschritten bestehen kann. Die Transaktion ist ein abgeschlossener Vorgang, der die Datenbank von einem konsistenten Zustand in einen neuen konsistenten Zustand überführt (Datenintegrität). Beispiel: in einem datenbankgestützten Finanzbuchhaltungssystem Umbuchung von einem Konto auf ein anderes. - 2. Steuerung einer Transaktion erfolgt durch einen speziellen TP-Monitor oder einen entsprechenden Mechanismus des Datenbankmanagementsystems. Der T.-Steuerungsmechanismus veranlaßt, daß die Transaktion nur dann als Ganzes abgeschlossen wird, wenn alle Einzelschritte erfolgreich durchgeführt wurden, andernfalls wird die Transaktion vollständig zurückgenommen, auch wenn einzelne Schritte bereits durchgeführt wurden. Dies gewährleistet im Teilhaberbetrieb die Datenintegrität.
III. Operations Research/Netzplantechnik: Bewegliche, durch ein System fließende Betrachtungseinheit, deren Attribute sich durch die Bearbeitung in Abfertigungseinheiten ändern können.

 

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